Babbel-Show der Inkonsequenz

Eigentlich eine gute Sendung mit kultivierten Menschen: Einer Juristin, einem Klimaforscher und einem Redakteur und Meeresbiologen. Das Ganze moderiert von einem an sich fähigen Wissenschafts-Journalisten im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen. Thema: Meere, Meeresschutz, Verschmutzung, Umwelt, Plastik.
Immer wieder gespickt mit Filmbeiträgen, die gut auf die Thematik zugeschnitten sind.

Verwunderlich in diesem hochkarätigen Kreis jedoch das seltsame Unvermögen der Reflexion.
Der Klimaforscher erkennt den weltweiten Ausstoß der klimaschädlichen Gase als eine der Hauptursachen für das letztendliche Ansteigen der Erderwärmung und der damit zusammenhängenden Schmelze an den Polkappen. Einen der Hauptverursacher benennt er sehr schnell: Massentierhaltung weltweit.

Die Juristin pflichtet bei, dass eine weltweite juristische Absprache her muss, um diesen Problemen Frau zu werden.

Der Meeresforscher bestätigt ebenfalls den Zusammenhang zwischen Massentierhaltung und Meeresverschmutzung, Nitrat-Anstieg, Überdüngung und  weißt genau aus diesen Gründen die Möglichkeit der Aquakulturen weit von sich.
Ist ja letztendlich nichts anderes als Massentierhaltung.
Fischratgeber seien ein erster guter Schritt, aber eigentlich auch nicht vernünftig.

„Eigentlich müssten wir davon weg kommen.“
„Weg von der Massentierhaltung?“
„Mindestens von der Massentierhaltung. Eigentlich generell von der Tiernutzung.“

Drei ziemlich intelligente Menschen im Gespräch.

Die Konsequenz, PERSÖNLICH einen Entschluss zu fassen, um diesem Kreislauf zu entkommen, fehlt.
Es bleibt bei Anregungen an die Politik, Tipps zum „umweltschonenden Einkaufen“ und der letztendlichen Resignation, dass sich so schnell wirklich nichts ändern wird.

Das mag stimmen.
Zumindest wenn wir uns alle SO verhalten. Dabei ist es doch so einfach: Hände weg vom Fleisch!
Wir haben den rauchenden Colt in der Hand und wundern uns, dass unser Gegenüber in die Knie geht.

Der eigene Schmerz, verursacht durch die Wunde in der Nähe der Niere, braucht noch einen Moment, bis wir ihn bemerken.

Quellen:

http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/bt/185260/index.html
http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/185090/index.html
http://worldoceanreview.com/herunterladen/

Erstelldatum: 7. März 2016 | Tags:  | Kategorien: AlltagUmweltschutz | Autor: Olav

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